5. Beschusssicherheit

In sicherheitsrelevanten Bereichen von Gebäuden, wie Sparkassen und Banken, Militärgebäuden, Verwaltungsgebäuden u.a., werden an die einzelnen Bauteile\rhohe Anforderungen bzgl. der Beschusssicherheit gestellt. Die Grundlage für den Einsatz von Kalksandstein in diesen Gebäuden schaffen Untersuchungen zur Beschusssicherheit von KS-Wänden vom Beschuss-Amt Ulm [7].

Die Prüfungen erfolgten nach den Prüfungsbedingungen für den Beschuss angriffhemmender Stoffe des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Dabei werden nach DIN EN 1522 [8] sieben Beanspruchungsarten für die Beschussprüfungen zugrunde gelegt. Durch die Beurteilung des Beschussbildes auf der Rückseite der Prüfwand: kein Durchschuss in Verbindung mit „Splitterabgang (S)“ oder „kein Splitterabgang (NS)“ ergeben sich 14 Widerstandsklassen:

  • FB1 NS bis FB7 NS
  • FB1 S bis FB7 S

Die Ergebnisse der Beschussprüfungen sind in Tafel 6 wiedergegeben. Für KS- Mauerwerk der RDK 2,0 in Dünnbettmörtel, ohne Putz, ohne Stoßfugenvermörtelung wurden die folgenden Beschussklassen erreicht:

  • FB1 NS bis FB4 NS mit $11{,}5\,\mathrm{cm}$
  • FB5 NS und FB6 NS mit $15\,\mathrm{cm}$
  • FB7 NS mit $24\,\mathrm{cm}$

Somit können in Bereichen, in denen\rhohe Anforderungen an die Beschuss- Sicherheit gestellt werden, wirtschaftliche und schlanke Wandkonstruktionen aus Kalksandstein eingesetzt werden. Zum Nachweis liegen beim Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. Prüfzeugnisse vor.

Bilder/Tafeln

Beschussversuch an einer Kalksandsteinwand
Tafel 6: Beschuss-Widerstandsklassen von unverputzten KS-Wänden