5.6.1. Farblose Imprägnierungen

Farblose Imprägnierungen können bereits kurz nach Fertigstellung des Gebäudes aufgebracht werden - bei trockener, niederschlagsfreier Witterung und Temperaturen über $5\,^{\circ}\mathrm{C}$. Der Untergrund muss „handtrocken“ (Augenschein) und genügend saugfähig sein, um die ausreichende Menge Wirkstoff aufzunehmen (ca. $0{,}5$ bis $0{,}8\,\mathrm{l/m^2}$ Wandfläche, wobei der untere Wert für glatte Steine, der obere Wert für KS-Struktur gilt). Als besonders wirksam hat sich das Aufbringen durch Fluten mit entsprechenden Geräten erwiesen. Das Verblendmauerwerk sollte von unten nach oben imprägniert werden. Das ist insbesondere bei flüssigen Imprägnierungen notwendig, um Laufspuren zu vermeiden. Auf Imprägnierungen können zu einem späteren Zeitpunkt auch Beschichtungen aufgebracht werden. Hierbei ist jedoch auf Systemverträglichkeit zu achten.

Darüber hinaus stehen sogenannte Fassaden-Cremes zur Verfügung. Die Creme-Technologie ermöglicht die gewünschte Wasserabweisung mit hoher Eindringtiefe bei geringer Aufbringmenge in nur einem Arbeitsgang. Die Applikation erfolgt durch Rollen, Streichen oder Airless Spritzen.