- Wahl von Mauerwerks-Kombinationen mit geringem Formänderungsunterschied $Δε_0$
- Wahl – soweit möglich – günstiger Steifigkeitsverhältnisse von Innenund Außenwand. Im Verformungsfall V1 sollen die Innenwand möglichst steif und die Außenwand möglichst nachgiebig sein.
- Gleiche Setzungen des Baugrunds unter dem Baukörper. Dies kann erreicht werden, indem die Gründungskörper auch unter dem Gesichtspunkt des Setzungsverhaltens festgelegt werden; ggf. ist ein Baugrundingenieur einzuschalten.
- Durch Stumpfstoßtechnik mit der in vertikaler Richtung relativ weichen Verankerung wird eine weniger behinderte Verformung von Innenund Außenwand erreicht. Dies kann durch Einlage einer Bitumendachbahn R 500 zwischen Unterseite Geschossdecke und Innenwand noch weiter begünstigt werden (Bild 7).
- Wände möglichst spät mit geeigneten Produkten verputzen
Näherungsweise ist aus der Erfahrung davon auszugehen, dass Verformungsunterschiede $Δε_0$ zwischen Innenund Außenwand (aus Schwinden, irreversiblem Quellen) von $0{,}3$ bis $0{,}4\,\mathrm{mm/m}$ unbedenklich sind.
Dies gilt prinzipiell auch für die in schallschutztechnischer Hinsicht optimierte Stumpfstoßausführung zwischen Trennwand und Außenwänden. Die Trennwand wird bis zur Außenfläche der Außenwand durchgeführt, die Außenwand wird an die Trennwand mittels Stumpfstoßverbindung angeschlossen. Ein weiterer Vorteil liegt hierin darin, dass die Längen der Außenwandabschnitte geringer sind.