Bei der Risssicherheit aus Längenänderung in horizontaler Richtung wird hauptsächlich das Zusammenwirken der Mauerwerkswand mit anbindenden Stahlbetondecken betrachtet. Dabei spielen äußere vertikale Lasten eine wesentliche Rolle. Je kleiner die Auflast auf eine Mauerwerkswand ist, umso größer ist das Rissrisiko aus Längenänderung in horizontaler Richtung. Das ist besonders bei Dachdecken und längeren nicht tragenden Wänden von Bedeutung.
Es werden drei Situationen genauer beschrieben:
- Verformungsfall H1: Längsverformung der Wand gegenüber der Decke oder anschließenden Wänden
- Verformungsfall H2: Längsverformung der Geschossdecke in Wandlängsrichtung
- Verformungsfall H3: Längsverformung der Dachdecke in Wandlängsrichtung