1. Überblick

Einleitung
Der bauliche Wärmeschutz spielt eine zentrale Rolle für die Energieeffizienz von Gebäuden. Ein gut geplanter Wärmeschutz ermöglicht nicht nur einen sparsamen Energieverbrauch und niedrige Energiekosten, sondern trägt auch zu einem hohen Wohlfühlfaktor bei. Darüber hinaus ist ein effektiver Wärmeschutz die Grundvoraussetzung für energieeffizientes Heizen im Winter. Zusammen mit einem wirksamen Sonnenschutz und wärmespeichernden Bauteilen sorgt er für angenehme Raumtemperaturen im Sommer. Bei einer klugen Planung lassen sich Energieeffizienz, Behaglichkeit und Wohnkomfort für die Bewohner gleichzeitig steigern, wodurch Gebäude langfristig energieund kostensparend genutzt werden können.

Bedeutung des Wärmeschutzes für den Energieverbrauch
In Deutschland entfallen knapp 30 % des Gesamtenergieverbrauchs auf private Haushalte, das sind 632 TWh/a, wobei 66,8 % davon für Raumwärme und weitere 15,8 % für die Warmwasserbereitung genutzt werden (Bild 1). Trotz intensiver Bemühungen, den Gebäudebestand von fossilen Energieträgern auf regenerative Energieträger umzustellen, stammen nach wie vor rund 80 % der für Raumwärme und Warmwasserbereitung genutzten Energie aus fossilen Quellen. Die Dekarbonisierung des Gebäudesektors durch den Ersatz fossiler Heizsysteme und die Steigerung der energetischen Qualität der Gebäude sind von entscheidender Bedeutung, um die Treibhausgasemissionen in diesem Sektor zu reduzieren und die Klimaschutzziele zu erreichen.

Wärmeschutz als Klimaschutz
Wärmeschutz ist gleichzeitig Klimaschutz. Je weniger Energie verbraucht wird, desto geringer sind die Emissionen von CO2, Ruß und Feinstaub. Ein guter baulicher Wärmeschutz trägt somit maßgeblich zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Emissionen bei.

Bilder

Bild 1: Endenergiebedarf in Deutschland nach Sektoren [1] und für Wohnen in privaten Haushalten im Jahr 2023 [2].