7.3. Bauteile, für die kein rechnerischer Tauwassernachweis erforderlich ist

In DIN 4108-3 sind zahlreiche Aufbauten von zahlreichen Wandund Dachbauteilen beschrieben, die keines weiteren Diffusionsnachweises bedürfen. Ihre feuchtetechnische Funktionsfähigkeit ist aus Erfahrung bekannt oder mittels Simulationsverfahren nachgewiesen; das Blockklima-Verfahren ist für diese Bauteile nicht anzuwenden. Diese Liste der nachweisfreien Bauteile findet sich in Abschnitt 5.3 der Norm und erstreckt sich über 16 Seiten. Eine Auswahl daraus umfasst:

Außenwände und Bodenplatten (Auswahl):

  • Außenwände aus einschaligem Mauerwerk, verputzt
  • Außenwände aus mehrschaligem Mauerwerk mit Wärmedämmung, mit Wärmedämmung und Luftschicht oder nur mit Luftschicht
  • Außenwände mit hinterlüfteter Außenwandbekleidung oder Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS)
  • Außenwände mit angemörtelten Bekleidungen mit mindestens 5 % Fugenanteil
  • Perimetergedämmte Kelleraußenwände aus Beton oder Mauerwerk
  • Wände in Holzbauart mit Mauerwerk-Vorsatzschale und raumseitiger Schicht mit sd $\geq$ 2 m
  • Perimetergedämmte Bodenplatten mit Abdichtung nach DIN-Normen, wenn die Schichten raumseitig der Abdichtung $\leq$ 20 % des Wärmedurchlasswiderstands ausmachen
  • Bodenplatten mit raumseitiger Dämmung und Zement estrich, wobei sd,i $\geq$ 20 m sein sollte
  • Wände mit Innendämmung ohne Schlagregenbelastung unter bestimmten Randbedingungen

Dächer (Auswahl):

  • nicht belüftete Dächer mit belüfteter Dachdeckung und Dämmung zwischen, unter und/oder über Sparren, wenn sd,i und sd,e in einem bestimmtem Verhältnis zueinander stehen
  • bestimmte nicht belüftete Steilund Flachdächer mit Zwischensparrenund Aufsparrendämmung unter gewissen Bedingungen u.a. für Materialien, Schichtdicken und Dampfbremsen
  • bestimmte oberste Geschossdecken