2.2. Normenreihe DIN/TS 18599

Die Normenreihe DIN V 18599 beziehungsweise DIN/TS 18599 definiert die rechnerische Vorgehensweise zur energetischen Bewertung von Gebäuden, unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen der Gebäudehülle, der Anlagentechnik und der Nutzung des Gebäudes. Bis 2018 als Vornorm (V) veröffent licht, wird sie seitdem, neu überarbeitet, als Technische Spezifikation (TS) herausgegeben. Der Umfang dieser Normenreihe (Tafel 1) erstreckt sich von den Grundlagen und grundsätzlichen Bilanzierungsgleichungen in Teil 1 über die energetische Bewertung der Gebäudehülle in Teil 2 bis hin zur Bewertung der Heizungs-, Warmwasser-, Lüftungs-, Klimatechnik, Beleuchtung und Gebäudeautomation in den Teilen 3 bis 9 sowie 11. Teil 10 legt die anzusetzenden Nutzungsprofile für Gebäude und Anlagentechnik fest. Die früheren Teile 12 und 13 enthielten Tabellenverfahren für Wohnund Nichtwohngebäude auf dem Normenstand von 2018, und wurden mit der Aktualisierung 2025 zurückgezogen.

Im Normenwerk wurde die frühere Fokussierung auf den Wärmeverlust im Winter auch sprachlich durch einen allgemeineren Bezug auf Wärmetransport oder Wärmetransfer ersetzt, um eine nahtlose Anwendbarkeit der Normen und Verfahren auch für den sommerlichen Wärmeeintrag zu gewährleisten. Formulierungen, Formelzeichen und Gleichungen gelten somit sowohl für den Winter als auch für den Sommer. Dabei werden im Normenwerk Wärmeeinträge in den Raum, die im Winter erwünscht, im Sommer jedoch unerwünscht sind, konsequent als Wärmequellen bezeichnet, während Wärmeausträge aus dem Raum, die im Sommer erwünscht, im Winter jedoch unerwünscht sind, als Wärmesenken definiert werden. Diese Terminologie ermöglicht eine wertungsfreie und durchgehend logische Begrifflichkeit.

Bilder/Tafeln

Tafel 1: Normenreihe DIN/TS 18599 Teil 1 Allgemeine Bilanzierungsverfahren, Begriffe, Zonierung und Bewertung der Energieträger: