5.6. Einbaulage von Fenstern

Die Einhaltung des Prinzips der durchgehenden Dämmebene ist wichtig für eine wärmetechnisch günstige Fenstermontage. Bei KS-Funktionswänden mit Wärmedämmverbundsystem und zweischaligen KS-Außenwänden mit Wärmedämmung ist es wärmetechnisch vorteilhaft, das Fenster außen vor der tragenden Wand, d.h. in der Dämmebene, zu montieren. Hierbei ist es ausreichend, wenn die Innenseite des Fensters flächenbündig mit der Außenseite der tragenden Wand abschließt. Die Befestigung am tragenden Mauerwerk erfolgt mittels Laschen und/oder Winkel. Der Blendrahmen wird außenseitig überdämmt. An der KS-Tragschale kann die Befestigung der Winkel oder Konsolanker einfach und sicher erfolgen. Hierfür gibt es auch justierbare Lösungen, bei denen das Ausrichten der Fens ter in allen Raumrichtungen erfolgen kann. Die Einbauebene ist frei wählbar, und Auskragungen bis 150 mm sind möglich. Die nachfolgenden Dichtungsmaßnahmen zwischen Blendrahmen und Mauerwerk werden durch die Montageschienen nicht behindert (Bild 12).

Eine alternative Montagemethode ist die Installation des Fensters innerhalb der Rohbauöffnung. Diese Methode ermöglicht eine Befestigung in der Rohbauöffnung mittels handelsüblicher Rahmendübel. Es ist zu beachten, dass der Blendrahmen außenseitig mindestens 2 cm dick überdämmt werden sollte (Bild 13).

Die Montage des Fensters in der Dämmebene ist wärmetechnisch die etwas vorteilhaftere Lösung, da sie die Wärmebrücke in der Fensterlaibung reduziert.

Bilder

Bild 12: Fenstermontage in der Dämmebene - anzusetzende lineare Wärmedurchgangskoeffizienten für unterschiedliche Dämmdicken (aus dem KS-Wärmebrückenkatalog) [8]
Bild 13: Montage des Fensters in der Mauerwerksebene - z.B. Außenseite des Fensters flächenbündig mit der Außenseite der tragenden Wand - bei funktionsgetrennter Bauweise und Überdämmung des Blendrahmens (aus dem KS-Wärmebrückenkatalog) [8]