7. Klimabedingter Feuchteschutz

Die Erzielung behaglicher, trockener Räume ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer. Feuchte Wände und Decken können zu Schimmelpilzwachstum führen, was nicht nur ästhetisch unerwünscht ist, sondern auch aufgrund der möglichen toxischen Wirkungen und Allergien zu vermeiden ist. In Räumen mit feuchten Bauteilen ist ein behagliches Raumklima kaum erreichbar. Deshalb ist der Schutz der Außenbauteile gegen Feuchtigkeit eine wichtige bauphysikalische Aufgabe. Um eine ausreichende Feuchtigkeitssicherung zu gewährleisten, gilt:

  • Baukonstruktionen müssen über einen konstruktiven Schutz vor Regen oder Schlagregen und vor aufsteigender Feuchte verfügen.
  • Der Schutz gegen Oberflächenkondensat auf der Raumseite erfolgt durch einen ausreichenden Wärmeschutz in der Fläche und im Bereich von Wärmebrücken.
  • Darüber hinaus muss der Schutz gegen unzulässige Tauwasserbildung infolge von Wasserdampf im Inneren des Bauteils konstruktiv sichergestellt werden, beispielsweise durch eine angepasste Schichtenfolge oder durch raum seitig diffusionshemmende Schichten.
  • Eine luftdichte Ausführung der Bauteile und Anschlusspunkte ist ebenfalls erforderlich, um eine Durchströmung der Konstruktion mit warmer, feuchter Raumluft und Kondensatbildung im Bauteilinneren zu vermeiden.
  • Bei Neubauten muss eventuell vorhandene Baufeuchte in der Anfangsphase durch erhöhtes Heizen und Lüften ab geführt werden, um Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Üblicherweise rechnet man mit einer Zeitdauer von etwa zwei Jahren, bis die Baufeuchte aus massiven Bauteilen aus getrocknet ist.